Das leidige Thema Dehnungshaltung / vorwärts-Abwärts/ usw.

Dieser Bericht wird nach und nach zusammengestellt!

Von Vanessa Dietrich: 


Schönheit und das Gespür dafür sind heute ein Mode- Problem...

Gewohnte Bilder prägen.

Ungewohnte Bilder werden pauschal als falsch abgetan.


Die Cavallo hat aktuell einen Bericht über das überall gewohnte Vorwärts-Abwärts gebracht und versucht, die DVD 'Jahrhundertirrtum Vorwärts-Abwärts' zu diffamieren. Leider bringen sie aber keinerlei stichhaltige Argumente, die den Inhalt widerlegen könnten. - Wie auch?


Ich selbst bin über 20 Jahre "perfektes" Vorwärts-Abwärts geritten. Dennoch kam ich in der Ausbildung der Pferde nie an wirklich reelle Versammlung heran. Ich habe nunmal keine 100.000- Euro- Pferde, sondern normale Freizeitpferde. Und die sollten auch der Maßstab sein. 

Die Kracher in den hohen Prüfungen sind außergewöhnliche Pferde, die trotz dem System und trotz Vorwärts-Abwärts und / oder Rollkur überleben. Doch wer hat schon ein solches Pferd??? 

Und viel wichtiger ist die Frage: eine Ausbildung für Pferde, die nur bestimmten Pferden hilft, ist diese richtig? 

Oder kann nicht vielmehr nur eine solche Ausbildung richtig sein, die JEDEM Pferd, gleich welcher Statur und gleich, welcher Rasse hilft???

Meine Pferde sprechen da eine eindeutige Sprache...


Und Dehnen ist ja im übrigen auch wichtig! Nur eben nur im Schritt, nicht unter Belastung! - Das halten nur die super Kracher aus. Alle anderen bekommen massive Verspannungen im Übergang Schulter / Brust / Hals davon, denn dort müssen sie sich stabilisieren um nicht zu fallen und verkrampfen daher in diesem Bereich sehr schmerzhaft. 


Davon abgesehen existiert ein Aufwölben des Rückens nicht. - Nur beim Äppeln, doch dann kann das Pferd auch nicht mehr vorwärts gehen. Nie aber im Vorwärts-Abwärts, das ist absolut unlogisch. Durch Zug kann ich spannen, aber niemals aufwölben.


Einzig die Rundung des Rückens ist real, und zwar genau dann, wenn das Pferd im Becken abkippt und sich setzt: ausschließlich in der Versammlung! Genau diese verwehre ich mir aber durch Vorwärts-Abwärts, denn das verfestigt und versteift das Becken.


Die Piaffe ist die perfekteste und gesündeste Rpckenübung für absolut JEDES Pferd. Sie gehört zwingend zur BASISAUSBILDUNG. Doch wo findet man sie heute noch in den Reithallen der Welt? 

Vorwärts-Abwärts ohne Ende und lahme und kranke Pferde all überall...


WARUM ist Vorwärts-Abwärts eigentlich so schädlich?

Warum gehen wir nur so vehement dagegen an?

Sind wir tatsächlich so verblendet und verblödet und plappern nur dummes Zeug daher? - Oder ist es nicht vielleicht vielmehr so, dass wir uns diesen ganzen MIST hier nur allein deshalb überhaupt antun, weil wir uns so ABSOLUT SICHER sind in dem, was wir tun? - Was denken Sie wohl?


Es gibt reichlich Ausbilder, Tierärzte, Physiotherapeuten, Osteotherapeuten, Chiropraktiker & Co. unter den Schülern der Oliveira Stables. - Warum nur???


Hier nur einen (selbst mehrseitigen) Aufsatz darüber zu verfassen, warum Vorwärts-Abwärts verboten gehört, kann nicht befriedigen.

Die DVD Jahrhundertirrtum  Vorwärts-Abwärts ist ein guter Einstieg. In Vertikal 1 steht auch noch etwas dazu. In Vertikal 3 wird nochmal genauer darauf eingegangen.


- WO finden Tierärzte,  Physiotherapeuten, Osteotherapeuten, Chiropraktiker & Co. immer (!) Baustellen am Pferd?


IMMER sind es Probleme im Becken / Illiosakralgelenk / Kreuzdarmbeingelenk, die den Pferden zu schaffen machen! Das kennt inzwischen wirklich jeder Reiter...

Und genau diese Probleme wiederum wirken sich aufs Genick aus, wo die zweite Problemzone beim Pferd sitzt.

Vorwärts-Abwärts ist dabei nicht etwa Lösung des Problems, sondern tragischerweise vielmehr die URSACHE! ☝🏼


Wenn man das wiederum verstanden hat, kann es einen schier wahnsinnig machen, mit welch blinder Vehemenz die Befürworter des Vorwärts-Abwärts ihren Glauben daran verteidigen...


Also nochmal ganz kurz: 

Pausen am hingegebenen Zügel sind inklusive der daraus resultierenden Dehnung essenziell wichtig.

In JEDER anderen Form der Dehnungshaltung als aktives Vorwärts-Abwärts (in Trab oder Galopp) jedoch  kommt mein Pferd UNWEIGERLICH mehr auf die Vorhand. Unterhals und Schultern verspannen dadurch schmerzhaft. 

Der Rücken wird gestreckt, ohne arbeiten zu KÖNNEN, dadurch verspannt, verhärtet und blockiert das Becken, womit ein Runden des Rückens unmöglich wird...

Tierärzte, Physiotherapeuten, Osteotherapeuten, Chiropraktiker & Co. lassen grüßen.


Nun, auch ich sitze oft und gerne bequem auf dem Sofa oder auch am PC. - Geradesitzen wäre sicher gesünder, ist aber unbequem...

Kurz: bequem heißt nicht immer auch gesund.

Bequem ist vor allem niemals mit Training gleichzusetzen.

Natürlich streckt sich im Freilauf jedes Pferd auch einmal in Trab oder Galopp nach tief (oder beim Fressen), doch das ist aber weder Arbeit noch Training und stets nur einige, wenige Tritte oder Sprünge lang. 

Mache ich daraus aber ein Training, wie es beispielsweise in der aktuellen Cavallo ja empfohlen wird, schade ich meinem Pferd nachhaltig. 

Nochmal: Pausen im Schritt am hingegebenen Zügel sind wichtige und essentielle Dehnungsphasen! - Und zur Dehnung und Entspannung als solche auch vollkommen ausreichend. 

3 oder 4 Tritte in Trab und Galopp sind sicher auch einmal sinnvoll. Doch alles Weitere ist (leider!!!) nur noch schädlich.



Die "Tiefe"

Damit gemeint ist die natürlich aufgerichtete (!) Kopf- Hals- Position des Pferdes. - Also eine Haltung, in der das (junge) Pferd NICHT den Kopf gen Himmel reckt.


- KEIN Vorwärts-Abwärts -

- Keine Dehnungshaltung -

- Kein den Hals fallen lassen -


Hier einige Bilder, die in der Heeres- Dienst- Vorschrift Nr. 12 aus dem Jahre 1912 aufgeführt sind, für die korrekte Kopf- Halsposition des Pferdes.


Die HDV 12 empfiehlt gar den (vorübergehenden!) Einsatz von Schlaufzügeln, wenn dem Pferd im Zuge der Ausbildung der Weg in die "Tiefe" nicht anders gewiesen werden kann.


Und so "tief" sollte das Pferd dann geritten werden - Die Nase stets OBERHALB des HÜFT- (!) Gelenks, lediglich beim ersten (!) Einreiten noch ein wenig "tiefer", doch im ersten (!) Galopp bereits wieder oberhalb des Hüftgelenks!